HPW verdoppelt Verarbeitungskapazität in der Elfenbeinküste

Der Auslöser für diese Erweiterung direkt auf dem Feld: Die Landwirte in der Elfenbeinküste bauen bereits mehr Mangos an, als die derzeitigen Anlagen verarbeiten können.

Dort entsteht derzeit eine zweite Verarbeitungsanlage, die die Kapazität des Standorts bis etwa Oktober 2026 verdoppeln soll. Acht neue Trockner sind bereits installiert. Ein neues Lagergebäude wird im Laufe des kommenden Monats eingerichtet. Nach Inbetriebnahme wird der Standort täglich 70 bis 80 Tonnen frisches Obst verarbeiten, gegenüber 45 Tonnen vor der Erweiterung. Auch die Belegschaft wächst entsprechend mit. Die Zahl der täglich beschäftigten Mitarbeiter wird sich fast verdoppeln.

Enzo, der bei HPW in der Elfenbeinküste den Bereich Agronomie leitet, sieht die Lücke aus erster Hand. „Wir haben auf den Feldern bereits die Kapazität, mehr Mangos anzunehmen“, sagt er. „Es ist nur so, dass wir nicht die Kapazität haben, alles zu verarbeiten.“ Die neue Anlage schliesst die Lücke zwischen Anbaufläche und Fabrik.

Die zusätzliche Kapazität gibt HPW zudem Spielraum, grössere Kundenmengen zu übernehmen, ohne die Qualitätskontrollen zu ändern, die unabhängig vom Umfang gelten. Das Team achtet bei steigendem Anlieferungsvolumen besonders auf die Handhabung der Früchte, da ein größeres Volumen auch ein höheres Risiko für Obstverluste mit sich bringt, wenn die Früchte nicht zügig weitergeleitet werden.

Auch für die Landwirte, die das Obst anbauen, eröffnet die Expansion neue Möglichkeiten. Genossenschaften, die klein angefangen haben, bauen nun ihre eigene Infrastruktur auf. Eine Ananas-Genossenschaft, die HPW seit Jahren beliefert, hat kürzlich Büros mit Besprechungs- und Lagerräumen errichtet und baut derzeit eine eigene Maniok-Verarbeitungsanlage. Seine Kinder gehen zur Schule, einige davon im Ausland. „Die Bauern brauchen das, und es hilft ihnen mehr“, sagt Enzo. „Für sie ist es wirklich wichtig, die Entwicklung zu sehen und zu wissen, dass der Absatzmarkt für ihre Erzeugnisse gesichert ist.“

Die Elfenbeinküste ist nun neben Ghana der zweite Verarbeitungsstandort von HPW in Westafrika und Teil eines Produktionsnetzwerks, das über 25 Jahre hinweg aufgebaut wurde. Während die neuen Produktionslinien in Betrieb gehen, prüft das Team, welche Kapazitäten über Trockenobst hinaus an diesem Standort möglich wären, auch wenn derzeit die Priorität darauf liegt, die Erweiterung abzuschließen und noch vor Jahresende mit voller Kapazität zu arbeiten.